Wenn es brennt, ist es zu spät! Mit Gaslöschanlagen können Brände in technischen Betriebsräumen ohne nennenswerte Folgeschäden im laufenden Betrieb gelöscht werden. Die Wirksamkeit dieser Löschmethode kann mit einem teuren Livetest ermittelt und optimiert werden oder mit einer deutlich günstigeren Messung der Raumleckagen und einer Haltezeitberechnung.

Technische Betriebsräume unterliegen besonderen Anforderungen hinsichtlich baulicher und technischer Ausstattung, an die Packungsdichte der zu installierenden Technik, deren kostengünstige Rückkühlung/Klimatisierung sowie einer hohen Zugangs- und Brandsicherheit. Nicht selten werden in diesen Räumlichkeiten unternehmensrelevante Daten gespeichert ohne die der Fortbestand eines Betriebs nicht möglich ist. Statistiken amerikanischer Datensicherungsunternehmen zeigen, dass nach einem fatalen Datenereignis innerhalb von 5 Jahren zwei von fünf Unternehmen in die Insolvenz gegangen sind.

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Zur Aufrechterhaltung eines durchgängigen Betriebs spielt in diesen Räumen der vorbeugende Brandschutz daher eine besondere Rolle. Durch hohe Pakungsdichten von Kabeln und Komponenten besteht zunächst eher die Gefahr von zu spät erkannten Schmorbränden und fatalen Systemausfällen als die Gefahr eines Vollbrandes.

Die Erkennung entsprechender Brandvorzeichen sollte daher so früh wie möglich erfasst werden. Dies kann die installierte Technik einerseit selbst durchführen und Komponentenausfälle oder unzulässige Temperaturen melden, anderseits bieten heutige Brandmeldeanlage über Infrarot- und Rauchgaserkennung entsprechend automatisierbare Früherkennungsmöglichkeiten.

Da eine Brandlöschung per Sprinker oder Wasserstrahl die sensible Technik genauso zerstören würde wie ein Feuer, werden in technischen Betriebsräumen Löschgasanlagen zum Einsatz gebracht. IMG 6042Sie übernehmen die Aufgabe beginnender Brände weit vor Ausbruch eines Vollbrandes zu löschen und eine Rückzündung sicher zu verhindern. Eine Rückzündung wird durch das jeweils eingesetzte Löschmittel nur dann sicher verhindert, wenn die Gaskonzentration innerhalb einer vom Hersteller vorgegebenen Richtzeit sicher im Betriebsraum gehalten werden kann. Die sogenannte - Haltezeit - wird von Undichtigkeiten des Baukörpers bestimmt und kann messtechnisch bestimmt werden.

Anhand unserer Messergebnisse lassen sich Löschgasanlagen besser an die Gebäudesituation anpassen, Überdimensionierungen vermeiden und bei regelmäßiger Nachmessung Veränderungen erkennen.

Wir führen die wiederkehrenden Messungen zur Haltezeitberechnung nach NFPA (in Anlehnung an VdS) durch.

Messaufbau

Im Rahmen der Messung werden Leckagen unterhalb und oberhalb der Serverschrankoberkante einzeln gemessen. Dazu werden die jeweiligen Leckagestellen abgedichtet und der verminderte Leckagevolumenstrom ermittelt.

Vorbereitung

  • Brandschotts und Durchbrüche sollten zum Messzeitpunkt endfertig verschlossen sein.
  • Sofern die Brandschutztür mit gemessen werden soll, ist bauseits eine zusätzliche Lüftungsöffnung für das Messsystem vorzusehen (insbesondere für kleine Räume sehr empfehlenswert).
  • Während der Messdurchführung bestehen keine Zugangsmöglichkeiten. Der Messtermin sollte daher außerhalb der normalen Bautätigkeiten erfolgen und rechtzeitig angekündigt werden. Hierzu können Sie unseren kostenlosen Aushangvordruck nutzen.

Kosten

Die Kosten richten sich nach Aufwand für Vorbereitung, Messdurchführung und Nebenleistungen, Gerne erstellen wir Ihnen ein kostengünstiges Angebot.
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