Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat ein das Förderprogramm für gewerblich genutzte Querschnittstechnologien überarbeitet.

Hierüber können folgende Komponenten und Maßnahmenkombinationen mit einem nicht zurückzahlbaren Zuschuss von bis zu 30.000 Euro unterstützt werden:

Im Januar 2014 hat das BAFA die Nachweiskriterien der Förderfähigkeit von Maßnahmen präzisiert. Nun ist die Förderfähigkeit vor Antragstellung der zu beantragenden Querschnittstechnologien durch Sachverständige, Herstellernachweise oder Produktdatenblätter nachzuweisen. Auch die erforderlichen Inhalte der Beratungsberichte sind näher spezifiziert worden. Für die einzelnen Technologien wurden folgende Nachweisregelungen eingeführt:

Einzelmaßnahmen

  • 30 % Zuschuss der zuwendungsfähigen Kosten für kleine und mittlere Unternehmen.
  • 20 % Zuschuss der zuwendungsfähigen Kosten für sonstige Unternehmen.
  • Netto-Investitionsvolumen von mindestens 2.000 Euro bis zu maximal 30.000 Euro je Antragsteller.
  • Mehrere Anträge bis zum Erreichen der Summe der maximalen Obergrenze von 30.000 Euro je Antragsteller möglich.

Nebenkosten für Planung und Installation können mit bis zu 30 % der Netto-Investitionskosten mitgefördert werden.

Mögliche Querschnittstechnologien

  • elektrische Motoren und Antriebe
    Der Nachweis erfolgt über das Produktdatenblatt des Herstellers.
  • elektrisch angetriebene Pumpen
    Der Nachweis erfolgt über das Produktdatenblatt des Herstellers. Der MEI (Kreiselpumpen) sowie der EEI (Nassläufer-Umwälzpumpen) muss ab Januar 2013 auf dem Produktdatenblatt ausgewiesen werden.
  • raumlufttechnische Anlagen
    Das Erfüllen der geforderten Mindesteffizienzwerte muss vom Hersteller des Ventilators oder einem Sachverständigen bescheinigt werden.
  • Druckluftsysteme
    Der Nachweis erfolgt über das Produktdatenblatt des Herstellers oder bei drehzahlgeregelten Kompressoren durch Darlegung des Bestpunktes durch den Hersteller oder eines Sachverständigen.
  • Wärmerückgewinnung (Wärmetauscher)
    Der Nachweis ist über eine Berechnung eines Sachverständigen oder Herstellers auf Grundlage der Produktdatenblätter des Wärmetauschers und Kompressors zu erbringen.

 

systemische Optimierung

Grundvoraussetzung ist die Ertüchtigung mindestens zweier Querschnittstechnologien und eine Endenergieeinsparung von mindestens 25 % gegenüber dem „Ist"-Zustand des technischen Systems.

Als Querschnittstechnolgien werden folgende Bereiche definiert:

  • Elektrische Motoren und Antriebe
  • Pumpen
  • Raumlufttechnische Anlagen (Ventilatoren und Anlagen zur Wärmerückgewinnung in RLT-Anlagen)
  • Druckluftsystemeund Anlagen zur Wärmerückgewinnung in Drucklufterzeugern
  • Anlagen zur Wärmerückgewinnung

Gegenüber den Einzelmaßnahmen können ergänzend auch folgende Bereiche mit gefördert werden:

  • Beleuchtungssysteme basierend auf LED-Technik sowie tageslichtabhängige Steuerung/Regelung
  • Dämmung von Rohrleitungen, Pumpen und Armaturen
  • Anschaffung von Messtechnik zur Ermittlung des Energieverbrauchs

Nebenkosten für Planung und Installation können mit bis zu 30 % der Netto-Investitionskosten mitgefördert werden. Die zur Erstellung eines Energieeinsparkonzeptes erforderliche Energieberatung ist ebenfalls mit 60%, bis maximal 3.000 € förderfähig.

Die systemische Optimierung wird

  • auf der Grundlage eines unternehmensindividuellen Konzepts
  • sowohl der Ersatz und die Erneuerung von mindestens zwei Querschnittstechnologien ab einem Investitionsvolumen von 30.000 Euro
  • als auch der Ersatz und die Erneuerung von Anlagen oder Anlagenteilen, die dazu beitragen, die Energieeffizienz einer Querschnittstechnologie unter Berücksichtigung ihrer Systemanbindung zu verbessern,

gefördert.

Vor Beginn der Investition ist durch einen Energieberater im Rahmen einer detaillierten Energieberatung ein Energieeinsparkonzept zu erstellen, in dem die Verwendung von hocheffizienten Querschnittstechnologien zur Optimierung des betrachteten Systems des Antragstellers geprüft und bewertet wurde. Die Maßnahmen sind nur förderfähig, wenn eine Endenergieeinsparung von mindestens 25 % erzielt und nachgewiesen wird.

Neben den genannten Querschnittstechnologien im Bereich der Einzelmaßnahmen werden im Rahmen der systemischen Optimierung darüber hinaus notwendige Leistungen für die Dämmung von Rohrleitungen, Pumpen und Armaturen, die zur Erstellung eines Energieeinsparkonzeptes erforderliche Energieberatung sowie die Anschaffung von Messtechnik zur Ermittlung des Energieverbrauchs.

 

Richlinienänderungen 2014

Folgende Änderungen wurden bei den Einzelmaßnahmen durchgeführt:

  • ​Aufnahme der Förderung von Beleuchtungsanlagen basierend auf LED-Technik sowie Förderung der tageslichtabhängigen Steuerung und Regelung (begrenzt auf das Jahr 2014)
  • ​Absenkung des Mindestinvestitionsvolumens auf 2.000 Euro

Folgende Änderungen wurden bei der systemischen Optimierung vorgenommen:

  • ​Aufnahme der Förderung jeglicher Arten von Wärmerückgewinnungsanlagen
  • ​Klarstellung, dass im Rahmen der systemischen Optimierung jegliche Typen von Kompressoren gefördert werden können
  • ​Anlagen zur Kälteerzeugung, Komponenten und Systeme des Kältemittelkreislaufs sowie Kühlmittelleitungen für Wasser und Sole werden nicht länger gefördert
  • ​Klarstellung, dass komplette Produktionsanlagen, Maschinen oder Maschinensysteme bei denen einzelne förderfähige Querschnittstechnologien und deren Energieeffizienz nicht gesondert ausgewiesen werden können, nicht zuwendungsfähig sind

Weitere, allgemein gültige Änderungen:

​Ab Januar 2014 wird die Inanspruchnahme von zinsvergünstigten Darlehen (KfW oder Landesbanken) zulässig, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen oder Zulagen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.

 

Zuschuss Effizienzberatung/Energieberatung

Die zur Erstellung eines Energieeinsparkonzeptes erforderliche Energieberatung ist mit 60%, bis maximal 3.000 € förderfähig. 

Antragsteller die bereits über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem verfügen, können die Konzepterstellung auch durch unternehmensinterne Experten erstellen lassen.

 

Nichtförderfähige Maßnahmen

Nicht gefördert werden können

  • Maßnahmen die Aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung oder behördlichen Anordnung durchgeführt werden müssen. 
  • Der Erwerb und die Verwendung gebrauchter Anlagen sowie neuer Anlagen mit überwiegend gebrauchten Anlagenteilen.
  • Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
  • Energiemanagementsysteme
  • Komplette Produktionsanlagen, Maschinen oder Maschinensysteme, bei denen einzelne förderfähige Querschnittstechnologien und deren Energieeffizienz nicht gesondert ausgewiesen werden können.
  • bereits begonnene Projekte

 

Hinweis: Beachten Sie bitte, dass sich Förderprogramme nach politischer Lage und Haushaltssituation ändern können. Es gelten immer die zum jeweiligen Antragszeitpunkt gültigen Förderrichtlinien.

 

Wir stehen Ihnen gerne bei Ihren Vorhaben zur Verfügung, fragen Sie uns.

externer Link: BAFA.de